Rauchwarnmelderpflicht in Wohnungen

München, 1. Januar 2013 (stmi). In der Bundesrepublik Deutschland sterben jährlich bei nahezu 4.000 Wohnungsbränden bis zu 600 Menschen an den Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch.

 

6.000 Menschen werden jedes Jahr verletzt. Die meisten Brände entflammen im eigenen Hause. Rauchvergiftungen machen etwa 80 Prozent der Todesursache bei Bränden aus, denn eine Rauchgasvergiftung kann bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

Rauchwarnmelder können Leben retten. Daher hat der Bayerische Landtag am 29. November 2012 mit dem Gesetz zur Änderung der Bayerischen Bauordnung und des Baukammerngesetzes beschlossen, für Neubauten und den Bestand von Wohnungen eine gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht einzuführen.

Der neue Artikel 46 Absatz 4 Bayerische Bauordnung (BayBO) erhöht den Brandschutz von Wohnungen durch eine Verpflichtung zur Schaffung einer Frühwarneinrichtung, mit der Wohnungsbrände frühzeitig bemerkt und Menschleben gerettet werden können. Die Rauchwarnmeldepflicht dient ausschließlich dem Schutz von Leib und Leben der Menschen, die sich in der Wohnung aufhalten. Wir wollen unnötige Bürokratie vermeiden und die Privatsphäre der Wohnungsnutzer schützen. Deshalb wird es weder staatliche Kontrolle noch Bußgelder geben.

 

Foto: (c) Brandwacht